Erfahrungsberichte

Pia S.

Pia kommt seit dem Jahr 2003 zur Hippotherapie. Sie war zu dieser Zeit 7 Jahre alt. Die Ärzte diagnostizierten einen frühkindlichen Hirnschaden (Cerebralparese). Die üblichen Therapien wie Physiotherapie, Logopädie, usw. wurden regelmäßig durchgeführt. Wir waren auch neuen Therapiemöglichkeiten gegenüber offen gingen z. B. zum Hömoopathen.

Das half Pia jedoch nicht sich anderen Menschen gegenüber zu öffnen bzw. Ihre soziale Entwicklung weiterzuentwickeln. Auch in der motorischen Entwicklung, wie das Erlernen des Gehens kamen wir nicht weiter. Durch eine Freundin erfuhren wir von der Möglichkeit des Therapeutischen Reitens. Sofort vereinbarten wir einen Termin und führten ein Aufnahmegespräch mit Frau Rethagen.

Weil Pia keine Kontraindikationen zeigte, konnten wir kurzfristig mit der Probestunde starten. Pias erstes Pferd war eine Haflingerstute, die rührend mit Pia schmuste und Pia spielte mit ihrer langen Mähne ...

 

Lina C.

Lina wird von Frau Rethagen seit 1997 in der Schule physiotherapeutisch betreut. Sie hat eine cerebellär bedingte Ataxie, Sehschwäche, Skoliose und in unregelmäßigen Abständen leidet sie unter Anfällen.

Seit 2000 ist ihr Therapieprogramm innerhalb der Schule, um die Hippotherapie erweitert worden. Für Lina, die gut ihre Umwelt wahrnehmen kann und an ihr teilnimmt, ist das Entwickeln großmöglichster Selbstständigkeit von großer Bedeutung. Alleine füttert sie ihr Pferd, führt es aus der Box zum Putzplatz, putzt selbstständig und hilft beim Satteln. Zwischendurch füttert Lina das Pferd, schmust mit ihm oder schimpft auch schon mal mit ihm, wenn sie meint es sei von Nöten.

Nach dem Anziehen der Reitkappe geht sie auf die Lifteranlage und steigt auf das Pferd. Heute (2015) geht Lina immer noch regelmäßig zum Reiten. Längst geht es nicht mehr nur um die positiven Wirkungsweisen der Hippotherapie wie Gleichgewichtsschulung, Grob- und Feinkoordination, Rumpfkontrolle u.v.m., sondern auch darum, dass Lina immer mehr lernt selbstständig mit dem Sattel zu reiten. So ist sie in der Lage ihr Pferd alleine zu lenken und gestellte Reitaufgaben allein mit dem Pferd zu erfüllen. Sicherlich empfindet Lina das Reiten nicht als eine Therapiemaßnahme, sondern eher als Ihr Hobby. Fragt man Lina was ihr am meisten Freude bereitet, gibt sie als Antwort: Putzen von Linus und das Schmusen mit Polarfürst und Doce.

© Rethagen:Reittherapien 2019